Musik in 1.000 Zeichen: Zwanie Jonson – »Eleven Songs For A Girl«

Zwanie Jonson – Eleven Songs For A Girl

Es lohnt sich, hin und wieder den Morgen zu lobpreisen, an dem Zwanie Jonson nach dem Aufwachen beschloss, fortan nicht mehr »nur« Tour-Schlagzeuger für etliche Stars zu sein. Auf »Eleven Songs For A Girl« [Affiliate Link], dem mittlerweile dritten Album seit jenem Morgen, wird deutlicher denn je, welch großartiger Songwriter, Arrangeur, Toningenieur, Produzent … musikalischer Tausendsassa der Menschheit ohne diesen Beschluss durch die Lappen gegangen wäre.

Im Lauf dieser 40 Minuten breitet Jonson eine feine Pop-Melodie nach der anderen aus. Stilistisch setzt er sich dabei keine Grenzen. Folkige Ballade, Westcoast-Schmeichler, Big-Beat-Stampfer oder 80er-Disco-Nummer: Zwanie findet zu jedem Song das richtige Klangkleid. Und es passt immer wie angegossen, weil hier ein Künstler am Werk ist, der wirklich alles drauf hat, was sich mit beschwingter Grundstimmung spielen lässt. (Fun Fact: Zwanie Jonson hat alle 27 Instrumente des Songs »Disco Blue« persönlich eingespielt.)

Am Ende ist so ein großartig variantenreiches Album entstanden, das dennoch wie aus einem Guss daherkommt. Ein locker-leichter Sommergenuss.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Yo La Tengo – »Stuff Like That There«
Von Hank Williams bis The Cure erweist die Band, deren Sound so vielen anderen Kapellen zur Blaupause wurde, eigenen Favoriten die Ehre.
Musik in 1.000 Zeichen: Battles – »La Di Da Di«
Treibendes Schlagzeug und Klänge, die schwerer zusammenzuhalten sind als ein Sack Flöhe: Battles treten zur Rückkehr erstmal die Tür ein.
Musik in 1.000 Zeichen: Johnny Marr - »Adrenalin Baby«
Auf dem ersten Live-Album unter eigenem Namen spielt sich Johnny Marr durch den eigenen Katalog und serviert seine Sicht auf Smiths-Klassiker.
Musik in 1.000 Zeichen: Tschaika 21/16 – »Tante Crystal uff Crack am Reck«
Mit Liebe zum Detail zerlegen diese Herren gängige Rock-, Stoner- und Noise-Stereotype, um sie in maximal fetter Konstellation neu anzuordnen. Wow!
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,