Musik in 1.000 Zeichen: Poppy Ackroyd – »Sketches«

Poppy Ackroyd - Sketches

Auf ihren bisherigen beiden Alben hatte sich Poppy Ackroyd schon als Meisterin des Minimalen erwiesen. Nun entfernt die Pianistin und Violinistin auch noch das letzte bisschen Drumherum, das sie ihren Werken je hat zukommen lassen. Bis auf den Kern schält sie die Kompositionen herunter und legt dabei deren reine Schönheit frei.

Ein Großteil dieser »Sketches« [Affiliate Link], dieser Skizzen, stellt reine Piano-Variationen und Neu-Interpretationen bereits veröffentlichter Stücke dar. Und Ackroyds Melodien, Figuren und Motive funktionieren auch in dieser Form – teils entwickeln sie sogar noch stärker die ihnen zugedachte Stimmung und ihren cineastischen Charakter. Ja, Poppy Ackroyd schafft sogar nur am Piano Musik, die im Kopf Filme ablaufen lässt. Insgesamt vier Stücke auf diesem Album sind gänzlich neu.

Dass ausgerechnet sie die fesselndsten, weil vielfach lebhaftesten »Sketches« sind, lässt die Vorfreude auf Kommendes nicht kleiner werden. Für den Herbst ist ein Album mit komplett neuem Material und ein bisschen mehr Drumherum angekündigt. Bis dahin ist dieses Werk weit mehr als ein Lückenfüller.

Auf Poppy Ackroyds Bandcamp-Seite kann man »Sketches« komplett anhören. Viel Vergnügen.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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