Musik in 1.000 Zeichen: Poppy Ackroyd – »Sketches«

Poppy Ackroyd - Sketches

Auf ihren bisherigen beiden Alben hatte sich Poppy Ackroyd schon als Meisterin des Minimalen erwiesen. Nun entfernt die Pianistin und Violinistin auch noch das letzte bisschen Drumherum, das sie ihren Werken je hat zukommen lassen. Bis auf den Kern schält sie die Kompositionen herunter und legt dabei deren reine Schönheit frei.

Ein Großteil dieser »Sketches« [Affiliate Link], dieser Skizzen, stellt reine Piano-Variationen und Neu-Interpretationen bereits veröffentlichter Stücke dar. Und Ackroyds Melodien, Figuren und Motive funktionieren auch in dieser Form – teils entwickeln sie sogar noch stärker die ihnen zugedachte Stimmung und ihren cineastischen Charakter. Ja, Poppy Ackroyd schafft sogar nur am Piano Musik, die im Kopf Filme ablaufen lässt. Insgesamt vier Stücke auf diesem Album sind gänzlich neu.

Dass ausgerechnet sie die fesselndsten, weil vielfach lebhaftesten »Sketches« sind, lässt die Vorfreude auf Kommendes nicht kleiner werden. Für den Herbst ist ein Album mit komplett neuem Material und ein bisschen mehr Drumherum angekündigt. Bis dahin ist dieses Werk weit mehr als ein Lückenfüller.

Auf Poppy Ackroyds Bandcamp-Seite kann man »Sketches« komplett anhören. Viel Vergnügen.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

»Versiebt, Verkackt, Verheiratet: Vom Leben nach dem Happy End«
Romans Frau möchte ein Kind, Paul wurde gerade verlassen, Ben steht auf die beste Freundin seiner Freundin und Jimo - na, Jimo eben. In seinem neuen Buch begleitet Malte Welding diese vier H...
Musik in 1.000 Zeichen: Mogwai – »Atomic«
Abwechselnd stille Töne und großflächige Klangmalereien wie eh und je. Doch die Tage der prasselnden Gitarren scheinen endgültig gezählt.
Musik in 1.000 Zeichen: AJJ – »The Bible 2«
Den Finger in die wunden Stellen unserer Zeit gelegt: »The Bible 2« hätte das Zeug zum Runterziehen, wäre da nicht diese grandios positive Musik.
Musik in 1.000 Zeichen: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – »It‘s OK To Love DLDGG«
Auch auf Album Nummer Vier präsentieren die Hamburger Second-Hand-Dandys ihren altbewährten Mix aus Beat, Bubblegum-Pop, Mod, Punk und Northern Soul.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,