Musik in 1.000 Zeichen: The Sherlocks – »Live For The Moment«

The Sherlocks - Live for the Moment

So klingen dann wohl Debüts, wenn man die erste eigene Veröffentlichung mit ein wenig Anlauf angeht. Vor sieben Jahren in der Nähe von Sheffield gegründet, blicken The Sherlocks mittlerweile auf etwa 1.200 gespielte Konzerte zurück, ehe sie nun mit »Live for the Moment« [Affiliate Link] auch im Plattenladen auftauchen.

Und die Erfahrung dieser enormen Zahl an Live-Shows tropft aus jedem Takt dieses Albums. Hier probieren nicht ein paar junge Typen aus, was musikalisch so gehen könnte. Hier hauen Leute Material raus, die exakt wissen, wohin sie wollen und was sie dafür tun müssen. Jede Phrase, jede Bridge, jedes Arrangement, jedes Break, einfach alles kommt hier perfekt auf den Punkt. Musikalisch setzen die Sherlocks erst gar nicht auf Experimente.

Vielmehr stellen sie sich mit ihrem saftigen Uptempo-Stadion-Rock-Sound in eine lange Reihe zeitgenössischer, britischer Gitarrenbands. Und das Dutzend Songs ihres »Debüts« bietet massig arenataugliche Passagen und ordentlich Mitsingpotential. Stellenweise hätte es aber gerne etwas weniger glatt sein dürfen.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Ha Det Bra – »Societea For Two«
Ha Det Bra spielen Posthardcore und Noise Rock, dass es eine Freude ist. Mit großem Furor, mächtig Dampf und immer neuen Eskalationsstufen.
Musik in 1.000 Zeichen: DJ Shadow – »The Mountain Will Fall«
Weit ausholende Klanggebilde und Texturen, untermalt von Beats, die einem von links nach rechts durch den Kopf jagen. DJ Shadow bounct immer noch.
Musik in 1.000 Zeichen: Japandroids – »Near To The Wild Heart Of Life«
Rotzig wie Iggy und hymnisch wie der Boss, das alles mit donnernder Gitarre, einem Rumpel-Schlagzeug und ordentlich Druck: Japandroids sind zurück.
Musik in 1.000 Zeichen: mESMO – »The Same Inside«
Unhektischer Pop mit Waldhörnern, Glockenspiel, allem Pipapo und zahlreichen Gastsängern veredelt. Dieses Album ist ein Studioprojekt der alten Schule.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat – nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,