Musik in 1.000 Zeichen: Euternase – »L’Amour«

Euternase - L'Amour

Eigentlich wollten Euternase erstmal nur eine vier Songs umfassende EP aufnehmen. Aber weil da plötzlich noch vier weitere Stücke ins Mikro flossen, darf sich die Welt jetzt zum Debüt des Quartetts aus Mannheim mit einem kompletten Album auseinandersetzen.

Und ja, es ist eine Auseinandersetzung, die dieses Erstlingswerk dem Hörer abverlangt. Diese Platte konsumierst du nicht locker flockig nebenbei. »L‘Amour« [Partnerlink] nimmt dich ganz und gar in Beschlag. Der Bass wummert durch deinen Körper, die Gitarre sägt und zerrt an deinen Nervenenden, das Schlagzeug lässt dich mit seiner Zappeligkeit einfach nicht zur Ruhe kommen, während der nölende Gesang dir redundant Slogans an und in den Schädel ballert. Mit Schönheit hat das Ganze nichts zu tun. Soll es auch überhaupt nicht.

Das ist Noise, ein ständiges Aufwühlen und Zusammentreten, gelebter Spaß an Disruption und Dekonstruktion. Herrlich wild, kratzbürstig querstehend, stellenweise schmerzhaft und komplett in einem Rutsch aufgenommen, ohne Overdubs und Schnickschnack. Punk im allerbesten Sinne! Der Zerfall ist zu normal.

Und so klingt das Ganze. Zum Beispiel der Album-Opener »Guenstig«, den Euternase neulich im Rahmen einer Melting Butter Session gespielt haben:

Der im Text mit [Partnerlink] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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