Musik in 1.000 Zeichen: Falling Stacks – »No Wives«

Falling Stacks - No Wives

Schublade auf, Falling Stacks rein, Schublade zu. So einfach könnte man es sich tatsächlich machen. Überdeutlich klingen die Einflüsse und offensichtlichen Lieblinge des Trios aus Bristol auf dessen Debüt-Album [Affiliate Link] durch. Fugazi und Shellac sind dabei, Future Of The Left und Disappears, aber auch Mclusky und Sonic Youth.

Unaufhaltsam rollen die Basslinien dahin, während sich die schreddernd kreischenden Gitarren und der Sprech-/Schreigesang an ihnen entlanghangeln. Das Schlagzeug hält den Laden zusammen, nur um aus dem Nichts und mit scheppernden Becken auszubrechen. Die Ruhe nach dem Sturm ist die Ruhe vor dem Sturm. Alles sammelt sich und weiter. Ja, das ist Postpunk. Und ja, das ist auch Math Rock.

Doch obwohl diese Schubladen wie angegossen passen, ist da auch viel Platz für Eigenheiten. Für experimentelle Momente, zum Beispiel, oder Texte voller feinem britischen Humor, mit dem sich die Band selbst der lakonischen Avantgarde zuschreibt. Von der Schublade hat vorher auch noch niemand gehört.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

»Versiebt, Verkackt, Verheiratet: Vom Leben nach dem Happy End«
Romans Frau möchte ein Kind, Paul wurde gerade verlassen, Ben steht auf die beste Freundin seiner Freundin und Jimo - na, Jimo eben. In seinem neuen Buch begleitet Malte Welding diese vier H...
Ein Buch für alle Fälle
Noch ein Reiseführer für Aachen? Ja, hat sich Alexander Barth gedacht und »111 Orte in Aachen und der Euregio, die man gesehen haben muss« geschrieben. Danke dafür.
Musik in 1.000 Zeichen: Friends of Gas – »Fatal Schwach«
Schroffe Kühle und schrilles Zirpen unter redundant vorgetragenen Slogans und Textfragmenten: Dieses Debüt serviert pointierte Lyrik mit enormer Wucht.
Musik in 1.000 Zeichen: Tubes & Wires – »Life in Times Of The Big Crunch«
Feine Melodien treffen auf sphärische Klangwelten treffen auf atemberaubende Rhythmuskonstruktionen. Nicht Jazz, nicht Rock. Einfach Tubes & Wires!
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,