Musik in 1.000 Zeichen: Sorority Noise – »You‘re Not As ___ As You Think«

Sorority Noise - You're Not As ____ As You Think

Dieses Album ist nicht so einseitig wie Du denkst. Auf ihrem dritten Langspieler präsentieren sich Sorority Noise musikalisch weiter ausholend als auf den Vorgängern. Aus den schon immer prima Hymnen im 90er-Emo- oder gar Punkgewand schwingenden Kids ist eine Band mit prall gefülltem Arsenal an Möglichkeiten geworden. Selbst ganz leise Töne trauen sie sich inzwischen.

Dieses Album ist nicht so belanglos wie Du denkst. Schon immer haben die Herren aus Hartford in ihren Songs auch schwere Themen angefasst. Diesmal lässt Sänger und Gitarrist Cam Boucher seelisch komplett die Hose runter, erzählt von geistiger Gesundheit, von innerer Dunkelheit und dem Tod guter Freunde. Gepaart mit der immer passenden Musik entwickeln seine Texte enormen Tiefgang.

Dieses Album ist nicht so düster wie Du denkst. Am Ende drehen sich alle Songs auf »You‘re Not As ___ As You Think« [Affiliate Link] in Richtung Licht. Halte durch, sagen sie, verliere nie die Hoffnung und glaube uns: Alles wird okay. Ein starkes Album einer musikalisch und textlich zu bislang ungekannter Größe gereiften Band. Toll.

Drüben bei Bandcamp besteht die Möglichkeit, das Album komplett zu hören.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

»Versiebt, Verkackt, Verheiratet: Vom Leben nach dem Happy End«
Romans Frau möchte ein Kind, Paul wurde gerade verlassen, Ben steht auf die beste Freundin seiner Freundin und Jimo - na, Jimo eben. In seinem neuen Buch begleitet Malte Welding diese vier H...
Musik in 1.000 Zeichen: Björn Kleinhenz – »Ursa Minor«
Ausladend und aufwändig arrangiert und dabei keine Spur von unnötig dicker Hose: Die Musik von Kleinhenz glänzt hier so hell wie noch nie.
Musik in 1.000 Zeichen: Muncie Girls - »From Caplan To Belsize«
Auch wenn es an fast allen Ecken nach US-Indie-Punk klingt: Dieses Trio ist in den Kneipen des englischen Städtchens Exeter herangereift.
Musik in 1.000 Zeichen: Spidergawd – »IV«
Auf den Spuren der Altvorderen des britischen Metal servieren Spidergawd ein sogar noch mächtigeres Brett als je zuvor. Herrlich heavy. Mit Saxophon.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,