Musik in 1.000 Zeichen: Slaughter Beach, Dog – »Birdie«

Slaughter Beach, Dog - Birdie

Eigentlich war Slaughter Beach, Dog einmal als eine Art Selbsthilfe gegründet worden. Mit diesem Nebenprojekt wollte Jake Ewald – von Haus aus Sänger, Gitarrist und Songwriter des Philadelphia-Emo-Quartetts Modern Baseball – eine Schreibblockade überwinden, andere Wege des Geschichtenerzählens per Lied ausprobieren.

Als seine Hauptband im Februar eine Pause auf unbestimmte Zeit ausrief, wurde aus dem Selbsthilfeprojekt Ewalds wichtigstes musikalisches Ventil. Und auf dem bläst er nun sein zweites Soloalbum in die Welt, ein wunderbares Sammelsurium feiner Alltagsbeobachtungen und fiktiver Schwänke aus dem Leben, klanglich untermalt mit einer Mixtur aus klassisch amerikanischem Liedermachertum, Americana und der Akustikinterpretation von 90er-Emo.

Da rühren die Besen auf dem Schlagzeug, der Bass hält die Linie, auf der gezupfte Gitarren und bisweilen ein Harmonium fragile, herbstlich-melancholische Melodien balancieren. »Birdie« [Affiliate Link] ist ein herrlich gefühlvolles Werk, das Anleihen bei Ewalds Lieblingsbands wie den Weakerthans oder Wilco nicht leugnen kann.

Auf Jake Ewalds Bandcampseite kann man »Birdie« unter anderem anhören.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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