Musik in 1.000 Zeichen: Modern Baseball – »Holy Ghost«

Modern Baseball - Holy Ghost

Knatternd jagt das Schlagzeug ein Break durch die Box, um den Halftime danach mit scheppernden Becken gleich wieder auf Fahrt zu bringen. Der Bass zieht mit, die Gitarre haut die Melodie mit der mittelgroben Kelle raus und der Sänger strapaziert die Stimme bis kurz vor dem Kippen.

Es sind diese Momente im Zusammenspiel von Tempo und Timing, von Energie und Enthusiasmus, von Verzückung und Verzerrung, die den amerikanischen Indierock tief ins Herz seiner Anhänger graviert haben. Und Modern Baseball kommen auf ihrem neuen Werk mit mächtig vielen solcher Momente um die Ecke. »Holy Ghost« [Affiliate Link] hat von Druck über Melodie bis zu Mitsingpassagen alles, was ein ordentlich rockendes Sommer-Album braucht.

Da werden die Jungens von Weezer so blass wie ihr neulich erschienenes weißes Album. Die Gegenwart der amerikanischen Indiegitarrenkunst gehört ohne Zweifel Bands wie Modern Baseball, die in letzter Zeit im Übrigen erstaunlich oft aus Philadelphia kommen. Falls die da was ins Trinkwasser tun: Gerne weiter so!

Auf der Bandcamp-Seite des Plattenlabels kann man »Holy Ghost« probehören (und natürlich auch erwerben). Viel Vergnügen.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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