Musik in 1.000 Zeichen: Hot Panda – »Bad Pop«

Hot Panda - Bad Pop

Ja, ist es denn zu fuzzen?! Da hauen Hot Panda das mittlerweile vierte Album raus und sind immer noch total unberechenbar. »Bad Pop« [Affiliate Link] ist ungefähr alles – außer eben Bad Pop. Da geben sich vertrackter Math Rock und schräger Psychedelic die Klinke in die Hand, schlagen sich wahnwitzige Crescendi und explodierende Snare-Wirbel aus Spaß die Tür vor der Nase zu.

Überhaupt Spaß: Jede Sekunde dieses rund 38 Minuten währenden Klang-Überfalls atmet die gute Laune, die bei ihrer Entstehung im Studio geherrscht hat; geherrscht haben muss. Am Ende steht ein zehn Track langes Stück Entertainment, das Punk und Indie-Gitarren schwitzt, das mit eingängigen Melodien, überraschenden Background-Chören und wildem Knarzen auf den Nagel einschlägt, bis das ganze Bild an der massiven Soundwand hängt.

Schräg hängt es, aber gerade darum völlig wunderbar. Irgendwie ist dieses Album schon reifer als seine Vorgänger, ohne dabei jedoch die Tongue-in-Cheek-Mentalität der drei Kanadier und ihren Hang zu Fuzz und Distortion zu verraten. Spitzending!

Einige schöne Beispiele, wie Hot Panda klingen, finden sich auf der Soundcloud-Seite der Band.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Nonkeen – »Oddments of The Gamble«
Im Grunde die Fortsetzung des Debüts im Februar. Und dann doch irgendwie anders als »The Gamble«, stärker brodelnd, heller, mit wunderschönen Momenten.
Musik in 1.000 Zeichen: Kaiser Chiefs – »Stay Together«
Keinen Biss, aber das Zeug wirklich überall zu laufen. Der ehemalige Angry Mob sorgt jetzt für »Good Clean Fun«. Und der Autoscooter-DJ wird es lieben.
Musik in 1.000 Zeichen: The Jesus And Mary Chain – »Damage And Joy«
Effektvernebelte Gitarre, treibendes Schlagzeug, nöhlender Gesang – alles lässig, lärmend und melodisch zugleich. Die Reids haben nichts verlernt!
Musik in 1.000 Zeichen: Pet Symmetry – »Vision«
Wie ein aus dem Ruder gelaufener Kindergeburtstag rennen Pet Symmetry jeder wilden Idee nach. Zack, Richtungswechsel. Nächster Song, nächster Spaß.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,