Musik in 1.000 Zeichen: Stone Foundation – »Street Rituals«

Stone Foundation - Street Rituals

Für ihr viertes Album hat die Stone Foundation Unterstützung von ganz oben bekommen. Vom Vorgängerwerk begeistert, setzte sich für die Produktion von »Street Rituals« [Affiliate Link] mit Paul Weller der Modfather persönlich ans Mischpult. Verschiedene Instrumente und Mikrofon schnappte er sich auch noch, um den Songs seine überdeutliche, persönliche Note mitzugeben.

Klanglich liefert das Ganze eine unverkennbare Mischung aus späten Style Council und Wellers ersten Solo-Alben damals zu Beginn der Neunziger. Die Nummern grooven dank acid-jazzig hüpfendem Bass, northern-souligem Uptempo-Schlagzeug, Bläsersätzen und clever Akzente setzendem E-Piano, während das ur-britische Gefühl für den perfekten Pop-Song aus allen Takten tropft. Zwischendurch noch eine gefühlvolle Ballade und die Nummer ist rund.

Neben Weller geben noch die Soul-Legende William Bell und die großartige Bettye Lavette ein Stelldichein als Gastsänger – auch diese beiden eine Bereicherung für diese weitestgehend unüberraschende Platte. Easy Listening fürs Frühstück auf dem sonnendurchfluteten Balkon.

Einen Eindruck vom Klangbild der Stone Foundation erhält man beispielsweise beim Besuch ihres Soundcloud-Kanals.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Rezension: »Internet-Meme – kurz & geek«
Mit ihrem Buch »Internet-Meme – kurz & geek« haben ehrlemann und plomlompom ein gutes Stück Netzkulturgeschichte verschriftlicht.
Musik in 1.000 Zeichen: AJJ – »The Bible 2«
Den Finger in die wunden Stellen unserer Zeit gelegt: »The Bible 2« hätte das Zeug zum Runterziehen, wäre da nicht diese grandios positive Musik.
Musik in 1.000 Zeichen: Do Make Say Think – »Stubborn Persistent Illusions«
Nach wie vor zelebrieren Do Make Say Think ihre eigene Postrock-Form. Und anders als viele Kollegen spielen sie dabei kaum das Leise-Laut-Leise-Spiel.
Musik in 1.000 Zeichen: The Flying Eyes – »Burning Of The Season«
Tonnenschwere Riffs und ausufernder Düster-Psychedelic-Rock: Nach halbakustischem Intermezzo ist das Baltimore-Quartett zurück in der Rockspur.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,