Musik in 1.000 Zeichen: myFlint – »The Secret Love Life Of The Octopus«

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Was Sie schon immer über das Intimleben des Kopffüßlers wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Hier werden Sie es auch nicht erfahren. Auch wenn der Titel des aktuellen Albums anderes suggeriert, haben sich myFlint im Lauf der fünf Jahre seit dem letzten Album nicht zu Pop-Punk-Costeaus und Tintenfisch-Sexualitäts-Erklärern entwickelt.

Irgendetwas hat sich seit »My Horoscope Told Me That I Will Be A Hero Today« aber doch verändert: Die Schlagzeugbreaks sind knackiger, die Gitarren haben mehr Edge, der Bass wummert eindringlicher. Insgesamt kommen die neun Songs kantiger als alles, was es bisher von myFlint zu hören gab. Nürnbergs alte Uptempo-Hasen verzichten bewusst auf ihre vormalige Leichtfüßigkeit, ohne dabei ihre klangliche Identität einzubüßen.

Und von Mitsingpassagen bis zu Circle-Pit-Steilvorlagen ist »The Secret Love Life Of The Octopus« [Affiliate Link] einmal mehr mit Momenten gespickt, die man gerne einmal live miterleben möchte. Denn dort oben auf der Bühne war diese Band schon immer so mitreißend wie ein Oktopus im Chambre séparée. Knick-knack, Sie wissen schon.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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