Musik in 1.000 Zeichen: Yo La Tengo – »Stuff Like That There«

Yo La Tengo - Stuff Like That There

Viele Jahre bevor sich Mark Zuckerberg in Harvard einschrieb, gab es »Fakebook«. 1990 war das und auf diesem Album verwandelten Yo La Tengo ihnen wichtige Lieder anderer Musiker in großartige Cover-Versionen. Ein Vierteljahrhundert später und kurz nach dem 30. Jubiläum ihrer Gründung schließen Everybody’s Indie-Darlings nun an das damalige Werk an.

Mit »Stuff Like That There« [Affiliate Link] erweist die Band, deren Sound so vielen anderen Kapellen zur Blaupause wurde, eigenen Favoriten die Ehre: Von Hank Williams über The Parliaments bis The Cure werden dabei Künstler ins Yo-La-Tengo-Universum gebeamt, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Und überführt in die zurückgelehnte, unaufdringlich frische musikalische Sprache der Band aus Hoboken, verschwimmen diese Unterschiede, ergibt sich ein erstaunlich geschlossenes und durchgehend locker leichtes Werk.

Für zwei der 14 Songs covern sich Yo La Tengo dann noch selbst, indem sie älteren Werken einen neuen Anstrich verpassen. Ein Sommeralbum, das für diesen Sommer hoffentlich noch nicht zu spät kommt.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Tortoise – »The Catastrophist«
Von sirrenden Synthies über jazzig-funkigen Bass bis zum Trademark-Gitarrensound der Chicago-Fünf: Tortoise ist zu groß für Deine Schublade.
Musik in 1.000 Zeichen: Rival Kings – »War«
Catchy Melodien, Tempowechsel, Hooklines, Songstrukturen, Album-Dramaturgie: alles wie aus einem Guss. Und trotzdem fehlt irgendwas, das hängenbleibt.
Musik in 1.000 Zeichen: Arab Strap – »Arab Strap«
Greatest Hits hin, Rares und B-Seiten her: Arab Strap feiern den 20. Geburtstag mit einem selbst kompilierten Doppel-Album. Und mit einem Song pro Jahr.
Musik in 1.000 Zeichen: Smile And Burn – »Get Better Get Worse«
Im Koordinatensystem zwischen Samiam und Sparta dünsten die zehn Songs des neuen Albums bei allem Punk eine angenehme Dosis poppige Eingängigkeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.