Music in 1.000 Zeichen: Mac DeMarco – »This Old Dog«

Mac DeMarco - This Old Dog

Gemessen an seiner Musik, muss man sich Mac DeMarco als unfassbar entspannten Typen vorstellen. Wie schon seine vier Vorgängeralben ist auch »This Old Dog« [Affiliate Link] derart komplett von einer Zurückgelehntheit durchzogen, dass einen allein das Hören zwangsläufig tiefer in den Sessel rutschen lässt.

Der Slacker-Stil des in New York lebenden Kanadiers hat einen Ruckzuck am Wickel. Plötzlich darf alles ein wenig langsamer passieren. Wir haben Zeit. Und eine lässig gezupfte Akustikgitarre. Und einen smoothen Bass. Und fast schon meditativ anmutende Synthiewellen. Und ein kleines bisschen Traurigkeit. Und … ach, herrlich! Nach eigener Auskunft ist Mac DeMarco bei der Aufnahme dieses Albums jedoch überhaupt nicht entspannt gewesen.

Inmitten von mehrmonatigen Renovierungsarbeiten hat er sich mächtig gestresst in seinem Home-Studio mit diesen Songs auseinandergesetzt. Herausgekommen ist eine Sommernachtsplatte voller Schönheit. Nicht auszudenken, wie bei ihm ein Album klänge, an das er ungestresst heranginge.

Auf der Bandcamp-Seite von Mac DeMarco kann man »This Old Dog« anhören. Enjoy.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Godspeed You! Black Emperor – »Asunder, Sweet and Other Distress«
Komprimiertes Weitausholen und wabernde Drone-Momente: Godspeed You! Black Emperor haben sich verändert. Und sind immer noch sie selbst.
Musik in 1.000 Zeichen: Ryan Adams – »Prisoner«
Adams verdichtet den Schmerz nach seiner Scheidung zu zwölf Songs voller Ur-typischer amerikanischer Rockmusik – inklusive Pedal Steel und Harmonika.
Musik in 1.000 Zeichen: Beatsteaks – »Yours«
Das wandlungsfähigste Album der Bandgeschichte führt auf neue Wege, ohne den stadiontauglichen Breitband-Gitarren-Punkrock zu vernachlässigen.
Musik in 1.000 Zeichen: Grapell – »Crier«
Energie und Romantik, smoothe Vibes und mächtig Groove: ein feines Debüt als weiteres Kapitel des Indie Soul aus Schweden. Prima Gute-Laune-Platte.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat – nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,