Musik in 1.000 Zeichen: F*cking Angry – »Dancing In The Streets«

F-cking Angry - Dancing In The Streets

Jawoll, Bonn kann auch richtig wütend! Denn F*cking Angry aus der alten Hauptstadt tragen ihren Namen nicht nur so zum Vergnügen, die sind das auch tatsächlich.

Egal ob Sexismus, Homophobie, Nationalismus, Atomstrom, Kapitalismus, Staatsmacht oder Bad Neuenahr: Auf »Dancing In The Streets« [Affiliate Link] bekommt alles in kurzen, heftigen Salven sein Fett weg, was der Band auf den Sack oder gegen den Strich geht. Mehr als zwei Minuten pro Song braucht Sängerin Beckx nicht, um ihre Text gewordene Verachtung in die Welt zu bellen. Derweil untermalen die drei Herren der Band ihre heiseren Tiraden mit Hardcore-Punk alter Schule: Schnörkellos auf die Zwölf und wenn alles gesagt ist, wird nicht mehr lange rumgedingst, sondern das nächste Fass aufgemacht.

Derart geradlinig und leidenschaftlich hat man das hierzulande lange nicht gehört. Kurz vor dem Ende holen F*cking Angry dann noch eine Orgel raus, was ihrer Musik aber auch ganz hervorragend steht. Ein unheimlich energiegeladenes Debüt, das – Verachtung hin, Zorn her – richtig Spaß macht. Full speed ahead.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: We Stood Like Kings - »USSR 1926«
Vier Belgier vertonen Stummfilme mit wuchtig-ästhetischem Postrock neu. Ihr zweites Album widmet sich »A Sixth Part Of The World« von 1926.
Musik in 1.000 Zeichen: Beach Slang – »The Things We Do To Find People Who Feel Like Us«
Vollmundig die Gitarren, saftig der Bass, tight das Schlagzeug und heiser der Gesang: Das ist zu jeder Sekunde mitreißender (Punk)Rock.
Musik in 1.000 Zeichen: The Magnetic North – »Prospect Of Skelmersdale«
Eine wohltuend unaufdringliche Mischung aus Folk und Indie-Pop, die die wechselhafte Geschichte eines seltsamen, nordenglischen Orts erzählt.
Musik in 1.000 Zeichen: Cancer – »Totem«
Ätherische Gitarrenlandschaften und feines Elektroniksirren untermalen feingliedrige Melodiefragmente. Schöne Schwere durchzieht dieses tolle Debüt.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,