Musik in 1.000 Zeichen: Beatsteaks – »Yours«

Beatsteaks - Yours

Als sich die Beatsteaks trafen, um erste Ideen für den Nachfolger zum 2014er-Nummer-Eins-Album auf einen gemeinsamen Haufen zu werfen, lagen dort plötzlich so viele und vor allem so viele verschiedene Ansätze wie bisher noch nie. Soweit die mündliche Überlieferung, die völlig glaubwürdig wird, wenn man erst einmal das fertige Werk vor Ohren hat.

»Yours« [Affiliate Link] ist das wandlungsfähigste Album der Bandgeschichte. Natürlich gibt es unter den insgesamt 21 Songs etliche mit stadiontauglichen Breitband-Punkrock-Gitarren. Aber da sind eben auch Momente, in denen Dir das Riff per Orgel in den Schädel genagelt wird, in denen Dich der Rhythmus zum Tanzen abholt wie einst die späten Clash, in denen die Nummer eher bouncet als rockt und es trotzdem immer noch knackig zugeht.

Ein Jahr lang haben die Beatsteaks mit illustren Gästen von Deichkind über Stereo Total bis Jamie T an diesem Album geschraubt. In dieser Zeit ist aus dem initialen Ideen-Haufen ein abwechslungsreicher Spaß geworden, der die Band auf neue Wege führt und sie doch jederzeit total beatsteakig klingen lässt.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Teenage Fanclub – »Here«
Ein Album wie aus den Neunzigern, das im Jahr 2016 nicht antiquiert wirkt: Teenage Fanclub haben die hohe Kunst der griffigen Melodie immer noch drauf.
Musik in 1.000 Zeichen: Keegan – »Famous Last Words«
Kölns Powerpop-Granden haben 16 unheimlich tighte Nummern zusammengeschraubt, die im Schnitt unter drei Minuten brauchen, sich in den Kopf zu fräsen.
Musik in 1.000 Zeichen: You Blew It – »Abendrot«
Das Quintett aus Orlando wirkt im Vergleich zu seinem letzten Album reifer, reflektierter und sicherer an seinen Instrumenten – einfach erwachsener.
Musik in 1.000 Zeichen: Burkini Beach – »Supersadness Intl.«
Unter dem Pseudonym Burkini Beach teilt Rudi Maier nicht nur Geschichten, mit cleverem Songwriting und musikalischer Tiefe jagt er sie unter die Haut.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,