Musik in 1.000 Zeichen: Blueneck – »The Outpost«

Blueneck - The Outpost

Man kann den beiden Herren von Blueneck wirklich nicht vorwerfen, es sonderlich eilig zu haben. Weder in ihrer Musik, noch bei deren Kreation. In Anbetracht der vierjährigen Produktionszeit für den Vorgänger »King Nine«, haben Duncan Attwood und Rich Sadler »The Outpost« [Affiliate Link] jedoch quasi im Sprint aufgenommen.

Innerhalb von gerade einmal anderthalb Jahren sind acht Songs zusammengekommen, die auch prompt einen anderen Charme entwickeln als alles, was man bislang von Blueneck kannte. Wie es sich für Musiker aus der Trip-Hop-City Bristol gehört, geht es auch hier vor allem kontemplativ zu. Doch klingen die Stücke innerhalb ihres Aufbaus nuancenreicher, das gesamte Album dadurch vielfältiger.

Kraftvoll pulsieren die Synthies, auf denen die Gitarre mal filigran flirrend, mal wuchtig wummernd entlangwandelt. Elektronische Beats und sphärisches Surren treffen ein verträumtes Piano, holen die hallende Gitarre ab, um am Ende des Crescendos der Teppich für Attwoods unverwechselbare Stimme zu sein. Wirklich wundervoll.

Auf der Bandcampseite von Blueneck besteht die Möglichkeit, »The Outpost« komplett zu hören. Viel Spaß dabei.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Tocotronic – »Das rote Album«
Zwölf Lieder und ein Hidden Track über die Liebe. Kitsch- und klischeefrei, mit Musik, die den Worten folgt. »Das rote Album« ist groß.
Musik in 1.000 Zeichen: Desaparecidos – »Payola«
Zornige Gitarren, zorniges Schlagzeug, zornige Lyrics, zornig gebellt: Conor Obersts Seitenprojekt ist zurück und zieht konsequent durch.
Musik in 1.000 Zeichen: Yann Tiersen - »Eusa«
Kontemplativer Genuss: Auf seinem ersten Album für Solopiano spürt Yann Tiersen dem Klang und Gefühl besonderer Orte auf seiner Heimatinsel nach.
Musik in 1.000 Zeichen: Mondo Fumatore – »The Yeah, The Yeah And The Yeah«
Eine feine Lehrstunde, was die Garage braucht, um richtig zu scheppern: messerscharfe Riffs, twangende Fills, preschendes Schlagzeug, Mundharmonika …
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,