Musik in 1.000 Zeichen: Ed Motta – »Perpetual Gateways«

Ed Motta - Perpetual Gateways

Irgendwann in ferner Zukunft werden vielleicht Aliens die dann menschenleere Erde besuchen. Und vielleicht wird ihnen auf der Suche nach Leben ein Exemplar von »Perpetual Gateways« [Affiliate Link] in die Hände fallen. Wenn sie wissen, wie man sich die Scheibe anhört, werden sie innerhalb weniger Sekunden erahnen können, was wir Menschen unter dem Begriff Wohlbefinden verstanden.

Ed Motta hat aus seinem mittlerweile zwölften Album eine zehn Songs währende, herzliche Umarmung gemacht. Zwischen Jazz und tiefem Soul bewegt sich der Mann aus Rio, unterstützt vom Feinsten, was die Westküste der USA an Musikern zu bieten hat. Die warmen Bläsersätze machen jedes Radfahren im Regen zur Cabriofahrt unter Palmen, der schwer groovende Bass und das auf den Punkt gespielte Schlagzeug packen selbst in den Nierentee noch ein Cocktail-Schirmchen.

Alles so schön bunt hier. Kein Wunder also, dass von Gilles Peterson über Kamasi Washington bis Gregory Porter etliche Kenner und Kollegen zu den Fans von Ed Motta gehören. Von den Aliens in ferner Zukunft ganz zu schweigen.

Drüben bei YouTube findet sich unter anderem mit »Overblown Overweight« eine Gelegenheit, in das Album hineinzuhören.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Auf die Ohren: Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – »Alle Ampeln auf Gelb!«
Mein Sommeralbum 2014 kann derart viel, dass ich während der vergangenen Wochen fast täglich einen anderen Ohrwurm von der Platte hatte.
Musik in 1.000 Zeichen: Falling Stacks – »No Wives«
Wie angegossen passende Schubladen mit Platz für Eigenheiten. Die lakonische Avantgarde aus Bristol spielt Postpunk und Math Rock.
Musik in 1.000 Zeichen: myFlint – »The Secret Love Life Of The Octopus«
Knackigere Schlagzeugbreaks, Gitarren mit mehr Edge und eindringlichere Bass-Linien: Das hier kommt kantiger als bislang alles andere von myFlint.
Musik in 1.000 Zeichen: Friends of Gas – »Fatal Schwach«
Schroffe Kühle und schrilles Zirpen unter redundant vorgetragenen Slogans und Textfragmenten: Dieses Debüt serviert pointierte Lyrik mit enormer Wucht.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat - nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,