Musik in 1.000 Zeichen: Wang Wen – »Sweet Home, Go!«

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Chinas Musikszene ist aus westlicher Sicht ein eher nebulöses Ding. Nur wenige Namen sind in unseren Breiten geläufig. Dass Wang Wen zu diesem illustren Kreis gehört, ist ihrem Berliner Label Pelagic Records zu verdanken – und der Tatsache, dass das Sextett aus Dalian schon mehrfach mit Genregrößen wie Mogwai oder Mono unterwegs war.

Genau in deren Sparte bewegt sich auch Wang Wen: Seit 17 Jahren servieren sie kompromisslosen Postrock. Kompromisslos, weil sich die Band in ihrer Musik jede Freiheit und alle Zeit lässt. Geduldig werden Spannungsbögen inszeniert, werden Klanglandschaften und weitestgehend wortlose Geschichten auf Zehnminutenlänge ausgerollt. Mal ist es die Trompete, mal die Elektronik und dann wieder eine wuchtige Gitarre, die die aufgebaute Spannung auflöst.

Ja, »Sweet Home, Go!« [Affiliate Link] ist das gute, alte Leise-Laut-Leise-Spiel, aber mit durchaus eigener Note, weil traditionell chinesische Instrumente wie Holzflöte oder Gong hier und da mit in die Klangwelt eingeflochten werden. Ein schwer hallender Chor zieht den Strich unter die gut 75 Minuten. So nebulös wie Chinas Musikszene.

Die Musik von Wang Wen kann man auf ihrer Bandcamp-Seite finden.

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