Musik in 1.000 Zeichen: Lightning Bolt – »Fantasy Empire«

Lightning Bolt Fantasy EmpireHurra, die beiden Brians sind zurück. Und sie haben einmal mehr die grobe Kelle mitgebracht. Seit über zwei Jahrzehnten erforschen Brian Gibson und Brian Chippendale unter dem Namen Lightning Bolt die Möglichkeiten des Badaboom, wenn man nur einen Bass und ein Schlagzeug zur Hand hat.

»Fantasy Empire« [Affiliate Link] heißt ihre neueste Versuchsanordnung, an deren Ende keine Fragen offen bleiben. Knapp 50 Minuten lang rumpeln, röhren und randalieren die beiden Herren aus Rhode Island, als wollten sie auch der letzten Box und dem letzten Kopfhörer den Garaus machen.

»Our world will shred you to tears«, gibt Chippendale auch ganz unumwunden durch sein verzerrtes Mikrofon zu Protokoll. Sein Stakkatogesang komplettiert das Instrumentarium dieser Kakophonie. Wo Lightning ist, ist der Donner nicht weit. Ein Hochgenuss in Noise, der beim Hörer ungeahnte Energien weckt. Unbedingt zu empfehlen, falls man mit dem Ruderboot den Rhein rauf möchte. Für das erste Date hingegen weniger geeignet.

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