Musik in 1.000 Zeichen: Hope Sandoval and the Warm Inventions – »Until The Hunter«

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Aufatmen, Freunde der verträumt hallenden Musik: Hope Sandoval ist zurück und zum Start ihres neuen Albums zeigen die Dreampop-Veteranin und ihr nicht minder brillanter Songwriting-Partner Colm Ó Cíosóig, wo in diesem Genre nach wie vor der Hammer hängt.

Das neun Minuten lange »Into The Trees« saugt den Hörer mitten hinein in dieses Werk voller nebliger Gitarren, delay-verhangener Stimmen und reduziert eingesetzter Orgelsounds. Das Ganze klingt ungemein organisch, ineinander fließend und natürlich gewachsen. Kein Wunder, schreiben die ehemalige Mazzy-Star-Hälfte und der My-Bloody-Valentine-Mitgründer schon seit Ewigkeiten Songs miteinander. Da weiß jeder, wie der andere schwingt. Und auch in Sachen Aufnahmetechnik sind sich die beiden offenbar einig. Der Hall kommt hier nicht etwa aus der Dose.

Weite Teile von »Until The Hunter« [Affiliate Link] wurden in Dublins Martello-Türmen eingespielt – im 19. Jahrhundert errichtete Festungsbauten. Der von den runden Wänden zurückgeworfene Schall sorgt für eine außergewöhnlich warme Atmosphäre, in der auch die Gastmusiker wie Kurt Vile perfekt zur Geltung kommen. Tolle Herbstplatte.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

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