Musik in 1.000 Zeichen: Cancer – »Totem«

Cancer - Totem

Nikolaj Manuel Vonsild und Kristian Finne Kristensen sind von Zeit zu Zeit sehr fröhliche Menschen. Es fühlt sich richtig an, dass vorab zu erwähnen. Wenn man sich nur auf den künstlerischen Output dieser beiden konzentriert, könnte man da nicht drauf kommen.

Zur Band formiert, nennen sie sich Cancer, die erste Single aus dem Debütalbum heißt »Die one more time« und klanglich steht die gesamte Platten diesen beiden Fakten in nichts nach. Schwere durchzieht die elf Lieder, die innerhalb von anderthalb Jahren entstanden – eine schöne Schwere. Alles erstrahlt in völliger Klarheit: Ätherische Gitarrenlandschaften und feines Elektroniksirren untermalen feingliedrige Melodiefragmente. Auf dem Fundament eines erdigen Basses und eines unaufdringlichen Schlagzeugs lassen sich gezupfte Kleinode und vorsichtige Akkorde nieder.

Abgerundet wird alles durch Vonsilds falsettoeske Stimme zwischen Nachdenklichkeit, Verzweiflung und einem Hauch Zuversicht. 2014 sorgten er und Kristensen erstmals als Cancer für Furore. Jetzt mit »Totem« [Affiliate Link] also das erste Album. Dreimal nachgeguckt: kein Partyhit drauf! Tolle Platte.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: The Wainwright Sisters - »Songs In The Dark«
Schöne Stimmen, schöne Atmosphäre: Zwei Halbschwestern erinnern sich an Melodien ihrer Kindheit zwischen Wiegenliedern und Woody Guthrie.
Musik in 1.000 Zeichen: The Notwist – »Superheroes, Ghostvillains + Stuff«
Einmal auf perfekte Art durch den eigenen Katalog gespielt: Notwists erstes Live-Album spiegelt die fantastische Bühnen-Qualität der Band 1:1 wieder.
Musik in 1.000 Zeichen: Blueneck – »The Outpost«
Kraftvoll pulsierende Synthies, hallende Gitarre, sphärisches Surren und eine unverwechselbare Stimme: Blueneck klingen hier vielfältiger denn je.
Musik in 1.000 Zeichen: William Patrick Corgan – »Ogilala«
Immer noch ein brillanter Songwriter: Im Jahr 2017 agiert der einstige Meister des wuchtigen Arrangements lediglich zwischen akustischer Gitarre und Piano.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat – nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , , ,