Musik in 1.000 Zeichen: Pictures – »Promise«

Pictures - Promise

Manche Informationen muss man einige Male lesen, um zu glauben, dass sie da stehen: Dieses Album hat in seiner Entstehung fünf Jahre gebraucht. Wie ist es bei dieser vergleichsweise langen Zeitspanne möglich, dass sich das Ergebnis anhört wie aus einem Guss? Die Antwort liegt zu einem großen Teil in der Tatsache, dass sich die vier Herren namens Pictures musikalisch außerhalb jeder Zeitrechnung bewegen.

Für ihre Spielart der druckvollen Popmusik setzen sie einfach auf Zutaten, die schon immer groß waren. Und die es immer sein werden: mitreißende Melodien, Arrangements ohne Scheu vor Streichern, Na-na-na-Chören oder Glockenspiel, wenn die gerade passen, Gitarren, die einander Raum zur Entfaltung lassen und genau darin bestärken, Bass und Schlagzeug, die alles unprätentiös zusammenhalten, Mut zur Emotion, zur textlichen Selbstoffenbarung und zur richtigen Portion Pathos.

»Promise« [Partnerlink] ist schon im ausgehenden Winter ein Versprechen an den Sommer, an Freundschaft, an Arschbomben vom Steg in den See, an die Liebe und das Leben. Ein zeitlos wundervolles Stück Musik aus einem Guss.

Pictures haben übrigens auch einen Vevo-Kanal mit einigen Videos zum Album. Zum Beispiel den Opener »Down Under The Hill«:

Der im Text mit [Partnerlink] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Petrels – »Flailing Tomb«
Elegisch wälzende Themen, dumpfes Knistern, chorale Drone-Klänge: Das neue Album von Oliver Barrett, alias Petrels, ist eine atemberaubende Dreiviertelstunde.
Musik in 1.000 Zeichen: Yo La Tengo – »Stuff Like That There«
Von Hank Williams bis The Cure erweist die Band, deren Sound so vielen anderen Kapellen zur Blaupause wurde, eigenen Favoriten die Ehre.
Musik in 1.000 Zeichen: Cancer – »Totem«
Ätherische Gitarrenlandschaften und feines Elektroniksirren untermalen feingliedrige Melodiefragmente. Schöne Schwere durchzieht dieses tolle Debüt.
Musik in 1.000 Zeichen: Robert Finley – »Goin‘ Platinum!«
Egal ob Blues oder Soul: Auch auf seinem zweiten Album spielt und singt Robert Finley, als habe er erst neulich den Teufel an einer Kreuzung getroffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.