»Kurvendiskussion«: Banalitäten gegen Langeweile

Foto: Carl Brunn
Foto: Carl Brunn

Was manche Themen betrifft, bin ich ein regelrechter Informationsjunkie. In Bezug auf die Alemannia etwa kann ich einfach nie zu viel wissen, weswegen ich mich quasi durchgehend auf der Jagd nach Neuigkeiten über meinen Lieblingsverein befinde. Interviews, Reportagen, Blogbeiträge, Innen- und Außenansichten: Kaum einen Schnipsel, der irgendwo geschrieben wird, lasse ich mir entgehen. Schließlich könnte mir sonst mutmaßlich wichtiges Wissen verborgen bleiben. Inhaltlich lege ich dabei keine sonderlich hohe Messlatte an. Kleinvieh macht auch Informationsmist. Nur eines möchte ich beim Lesen über Sport, Finanzen und Sonstiges auf gar keinen Fall: gelangweilt werden. Um dann in unschöner Regelmäßigkeit zu erfahren, dass das Leben wohl doch kein Wunschkonzert ist. Gerade im Vorlauf des jeweiligen Spieltages offenbart die hiesige Presse ein enormes Langeweilepotenzial.

Rösler raus!

Spielt die Alemannia beispielsweise gegen Düsseldorf, ist Sascha Rösler natürlich ein Aufhänger für einen Bericht. Er hat Alemannia-Vergangenheit, sein Schwiegervater ist Anhänger der Schwarz-Gelben und mit Thomas Stehle kickt einer seiner besten Freunde in unseren Reihen. Eine Wiederholung dieser Fakten alle halbe Jahre macht diese aber auch nicht frischer. So schnell vergessen nicht einmal wir Fußballfans. Ginge es nach mir, dürfte ein solcher Vorbericht stattdessen weitaus banalere Informationen zum Gegner enthalten. Wie sieht deren voraussichtliche Mannschaftsaufstellung aus und warum? Wie liefen die letzten Spiele? Was erwartet unsere Jungs? Weil ich mich mit den übrigen 17 Vereinen der Liga nicht ansatzweise so intensiv beschäftige wie mit der Alemannia, wären Antworten auf derlei Fragen alles andere als langweilig.

(»Kurvendiskussion«, meine Kolumne zur Alemannia aus Aachen erscheint monatlich im »Klenkes«. Nachlesen kann man sie meistens auch hier. Meistens.)

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