1zwo3: Kleine Nachlese zum Ausstellungsbesuch

1zwo3: Mickey

Am Wochen­en­de habe ich in der Bon­ner »Fabrik 45« eine Aus­stel­lung besucht, in der Bil­der des Streetart-Künst­lers 1zwo3 gezeigt wur­den. Weil ich vor­her Kon­takt zu ihm auf­ge­nom­men hat­te, habe ich ihn bei der Gele­gen­heit auch tref­fen kön­nen. Als Ergeb­nis unse­res Gesprächs habe ich einen Arti­kel geschrie­ben, in dem die Per­son hin­ter den Bil­dern ein wenig beleuch­tet wird und der in der Juli-Aus­ga­be der »Schnüss« erschei­nen wird. Gemäß Ver­ein­ba­rung wer­de ich den Arti­kel erst online stel­len, wenn das Maga­zin erschie­nen ist – dem­nach Anfang Juli. Ein paar Klei­nig­kei­ten, die man­gels Platz nicht im Arti­kel unter­ge­kom­men sind, erzäh­le ich aber ein­fach jetzt schon mal. Viel­leicht sind das ja genau die Klei­nig­kei­ten, die irgend­je­man­den am meis­ten inter­es­sie­ren. Und die irgend­je­mand sonst unter Umstän­den nie­mals erfah­ren würde.

Die Vorgeschichte

Schon als Jugend­li­cher hat sich 1zwo3 für Streetart inter­es­siert, genau­er gesagt für Graf­fi­ti. Im Alter von 14 oder 15 hat er sich kurz auch selbst an der Sprüh­fla­sche pro­biert. Geschei­tert ist der Ver­such am feh­len­den tech­ni­schen Know-How. Dass es am Talent nicht gele­gen haben kann, zei­gen die Bil­der, die er heut­zu­ta­ge malt und klebt. Nach der Epi­so­de ließ er den Gedan­ken, den Ort, an dem er lebt, optisch aktiv mit­zu­ge­stal­ten, erst ein­mal für län­ge­re Zeit ruhen. Mit­te der 00er-Jah­re sah er in Han­no­ver Bil­der des Pas­te-up-Künst­lers »Arrgh«, der die Stadt sei­ner­zeit mit rie­si­gen Augen bekleis­ter­te. Die Bil­der gefie­len 1zwo3. Die Tech­nik gefiel ihm auch. Er tat erst ein­mal gar nichts. Bis er im Früh­jahr 2010 selbst zu Stift, Tape­te und Kleis­te­r­ei­mer griff. Und es seit­dem immer wie­der tut.

Der Name

»1zwo3« steht für die drei Arbeits­schrit­te, mit denen er jedes sei­ner Bil­der – bis auf zwei Aus­nah­men alle­samt Ein­zel­stü­cke – erschafft. 1: Idee haben, zwo: Malen, 3: Kle­ben. Das ist die offi­zi­el­le Erklä­rung, die ent­stand, als ein Jour­na­list ein­mal nach der Bedeu­tung des Künst­ler­na­mens frag­te. Inof­fi­zi­ell könn­te es aber auch sein, dass dem Künst­ler die Zah­len-Buch­sta­ben-Kom­bi­na­ti­on auf der Suche nach einem Pseud­onym ein­fach so gut gefal­len hat, dass er sich kur­zer­hand für sie ent­schied. Ohne sons­ti­ge Hin­ter­ge­dan­ken oder Assoziationen.

Ein paar Zahlen und Fakten zur Ausstellung

47 Meter Tape­te wur­den für die Aus­stel­lung ver­braucht, 29 Stif­te, 97 Tesa-Pos­ter-Strips (»Ich weiß das so genau, weil in einer Packung 96 drin sind.«) und 5 Meter Kle­be­band. Die Vor­be­rei­tung hat ins­ge­samt drei Wochen gedauert.

Augenzeugenberichte

Elle­bil war in der Fabrik 45.
Chris­tia­ne auch.

Und jetzt noch ein paar Bilder:

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