Ausstellung »Bier & Wir«: Den Pott in der Verlängerung

Ausstellungskatalog »Bier & Wir«, Seite 52

Bierduschen nach Meisterschaften, in Fan-Spielberichten immer wieder gern erwähnte »Gerstenkaltschalen«, von Gönnern gespendete soundsoviel Liter Freibier pro erzieltem Tor auf der Saisonabschlussfeier: Bier und Fußball sind auf vielen Ebenen miteinander verzahnt. Natürlich auch in Aachen.

Ein Sonntag wie viele in der Soers der 80er-Jahre: Kurz nachdem der Schiedsrichter auf dem Tivoli zur Halbzeit gepfiffen hat, kündigen die Lautsprecher mit leichtem Summen den Beginn des Werbeblocks an. Aus seiner Kabine, die sich wie ein Schwalbennest unter das Dach der Haupttribüne kuschelt, präsentiert Stadionsprecher Robert Moonen dem weiten Rund einige unverzichtbare Verbrauchertipps. Wie immer wird er auch den damals wohl bekanntesten Reim der Stadt zum Besten geben – den mit dem 100-jährigen Opa und dem obergärigen Öcher Bier.

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Poppy Ackroyd in der Bundeskunsthalle: Weit geöffneter Horizont

Poppy Ackroyd_Foto Maxim Abrossimow
Foto: Maxim Abrossimow

Mit Poppy Ackroyd kommt am 23.2. eine Künstlerin in die Bundeskunsthalle, die zu den kommenden großen Namen der Neo-Klassik gehört. In ihren Kompositionen erfindet sie für Piano und Geige bislang nicht gekannte Klangwelten.

Ihre ersten bemerkenswerten Schritte als Musikerin hat Poppy Ackroyd quasi im Verborgenen unternommen – zumindest dem Namen der Formation nach. Bis heute ist sie Teil des Hidden Orchestra, kreiert mit dem Ensemble um den britischen Bassisten Joe Acheson vor allem live musikalische Weiten zwischen moderner Klassik und Elektronik. Wer jedoch über derart viel kreative Energie verfügt wie die in Brighton lebende gebürtige Londonerin, kommt mit »nur« einem Weg nicht aus, diese Energie in Klang zu verwandeln. Folgerichtig pflegt Poppy Ackroyd noch verschiedene andere Kooperationen, komponiert Filmmusik oder untermalt Tanzperformances und Theaterproduktionen mit Musik.

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1900 Meisterwerke: Alemannia-Fanzine (endlich) im Bewegtbild

In der Pratsch, Ausgabe 20, Seite 58

In der Pratsch 20, TitelseiteNeulich haben wir nochmal eins gemacht. Kurz vor Weihnachten ist Ausgabe Nummer 20 unseres »unabhängigen Magazins für abhängige Alemannen« erschienen. Wobei Weihnachten bei der Wahl des Termins eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat. Ausschlaggebend sollte eigentlich der Zeitpunkt »kurz vor dem letzten Heimspiel des Jahres« sein. Das letzte Heimspiel im Jahr 2017 ist dann aber ausgefallen. Eine grobe Angabe zu den Inhalten, die im Heft zu finden sind, haben wir drüben auf der Pratsch-Seite selbst gemacht. Neben den dort erwähnten größeren Themen haben wir auch den üblichen Kleinkram zusammengetragen, der sich seit dem letzten Heft an Ideen und Alemannia-Betrachtungen so angesammelt hat. Und wie beim Vorgänger rundet eine Hommage an ein längst vergangenes Fernsehformat die letzte Seite ab. Statt 1.000 sind es bei uns jedoch 1900 Meisterwerke – bewusst ohne Punkt. Weiterer Unterschied: Wir besprechen Fotografien statt Gemälden. Aber ansonsten ähneln sich Vorlage und Adaption wie ein Ei dem anderen.

»Momentemal«, kam uns dann rund um die Feiertage in den Sinn, »wenn das doch ein Fernsehformat war, dann könnten wir doch auch …«. Ja, haben wir dann auch. Und darum gibt es jetzt unsere letzte Seite (wenn man die abschließenden beiden Werbungen nicht mitrechnet) im quasi bewegten Bild. Es spricht: Der Autor der bewegenden Zeilen höchst selbst. Nein, das bin nicht ich. Enjoy.

Dreiunddreißigeindrittel: Platten unter der Lupe

Cover Dreiunddreißigeindrittel

Dreiunddreißigeindrittel Umdrehungen vollzieht eine Langspielplatte in der Minute. Mit dieser Information im Hinterkopf, scheint es tatsächlich keinen besseren Namen für die Buchserie zu geben, die der in London ansässige Bloomsbury Verlag im Jahr 2003 ins Leben gerufen hat.

Über 120 Bücher versammeln sich mittlerweile unter dem Titel »33 1/3«. Jedes einzelne von ihnen dreht sich englischsprachig um ein dem jeweiligen Autor aus welchen Gründen auch immer wichtiges Musikalbum, zerlegt es in seine Einzelteile, analysiert Musik und Texte, stellt pop- oder hochkulturelle Verbindungen her, enthüllt bislang eher weniger bekannte Fakten und Geschichten zum Werk – gibt in Summe denjenigen Menschen zusätzliches Futter, deren Interesse an Musik auch nach dem letzten Takt nicht abebbt.

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Max Scheer: Ausgefeilte Schnörkellosigkeit

Max Scheer_Foto Christian Oeser
Foto: Christian Oeser

Ein Mann, eine Gitarre, ein Mikro: Max Scheer reicht minimales Equipment für maximal bewegende Musik.

Musik war irgendwie schon immer ein Teil seines Lebens. Mit zehn Jahren bekam Max Scheer seine erste Gitarre, mit zwölf schrieb er die ersten eigenen Songs. »Erste richtige Erfahrungen habe ich aber erst gemacht, als ich nach Bonn kam«, blickt der heute 30-Jährige zurück. Ende 2006 war das. Wegen eines Jobs wechselte der gebürtige Berliner von der Spree an den Rhein. Und hier fand er musikalisch schon bald nach dem Umzug Anschluss. Als Sänger und Gitarrist der Rockband April 21st sammelte er reichlich Bühnen- und Studio-Erfahrung, ehe die Wege des Quartetts nach etlichen Konzerten und einem Album auseinanderliefen. Lange hielt es Max Scheer ohne Musik nicht aus.

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»Bonn Festival«: Kultureller Stadtbummel bei Nacht

Blümchenknicker_Foto Isabelle Hoffmann
Blümchenknicker, Foto: Isabelle Hoffmann

Zwölf Veranstaltungen, zehn Locations, ein Preis: Am 10.11. präsentiert der Verein bonn.pop sich, seine Stadt und deren vielseitige Subkulturszene beim »Bonn Festival«.

Jetzt geht es los. Gut anderthalb Jahre nach seiner Gründung holt der Verein bonn.pop am 10. November zum ersten großen Schlag aus. Nicht weniger als ein ganzes Festival soll es gleich sein: Das »Bonn Festival« bietet mit nur einem Ticket Zugang zu insgesamt zwölf Veranstaltungen, die an diesem Abend an zehn Orten über die Bühne gehen werden. Theateraufführungen werden ebenso dabei sein wie Comedy-Nummern und eine ganze Reihe von Konzerten.

Das Datum ist dabei nicht zufällig gewählt. Es fällt auf die Zeit, während der in Bonn die Weltklimakonferenz stattfinden wird. Ganz bewusst richtet sich das Festival somit auch an die internationalen Gäste, die gerne erleben sollen, dass ihre Gastgeberstadt über eine lebendige und vielseitige Subkulturszene verfügt – alle Einheimischen dürfen diese Erkenntnis natürlich auch gerne mitnehmen. Der Preis, der einmalig für alle Veranstaltungen erhoben wird, liegt so tief wie möglich, um auch Jugendlichen den Zugang zum bunten Programm zu ermöglichen. Weiterlesen

Ausstellung in Monschau: Fußballfanfotos

Fussballfanfotos-Collage_Fotos Carl Brunn
Fotos: Carl Brunn

Fünfeinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass Carl Brunn begann, zwei seiner Leidenschaften in einem Blog zu verbinden: Mit Fussballfanfotos hat der Fotograf einen grandiosen Weg gefunden, die Diversität darzustellen, die sich hinter dem so oft verwendeten Begriff Fan verbirgt. Carl besucht Spiele in Deutschland und dem benachbarten europäischen Ausland. Und vor Ort fotografiert er die anwesenden Schlachtenbummler – die mit den auffälligen Schalröcken, die mit den Kutten, die in Zivil und die mit den dezenten Fandevotionalien. Sie alle haben die Liebe zum Fußballsport als gemeinsamen Nenner. Manchmal tatsächlich nur das.

Ab dem 13. Oktober zeigt das KUK Monschau nun ausgewählte Bilder aus Carls Reihe. Das Ganze geschieht im Rahmen der Reihe »SHIFT« und läuft bis zum 5. November. Die Öffnungszeiten im KUK sehen wie folgt aus: Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr und Dienstag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Hier der Link zum passenden Facebook-Event.

Als besonderes Schmankerl wird Carl Brunn am 14.10. vor Ort sein und sicher gerne Fragen zu seinen Arbeiten und dem Fußball beantworten.

Ich hatte vor langer Zeit auch hier schon einmal über Carl und seine Fussballfanfotos geschrieben. Was damals dort stand, stimmt heute nicht mehr: Die Texte in Carls Blog stammen nicht mehr von mir.