Seit einigen Wochen macht in Aachen ein Witz die Runde, der mit einer seltsamen Frage beginnt: Was ist der Unterschied zwischen Felix Baumgartner und der Alemannia? Nach dem obligatorischen Schulterzucken des Gegenübers folgt die Antwort: »Felix Baumgartner konnte sicher sein, dass sein freier Fall irgendwann endet.« Dass dieser Gag nicht flächendeckend für Schenkelklopfer sorgt, mag mit dem doch arg bemüht wirkenden Vergleich zwischen dem Weltraumspringer und einem Fußballverein zu tun haben. Dass aber gerade Anhängern der Alemannia das Lachen im Halse stecken bleibt, liegt ganz sicher daran, dass der Witz trotz aller Bemühtheit eine schmerzhafte Portion Wahrheit enthält.
Wenn es im deutschen Fußball derzeit einen Inbegriff für freien Fall gibt, dann ist das wohl unsere Alemannia aus Aachen. Auch nach dem zweiten Abstieg in Folge deutet nicht wirklich viel darauf hin, dass irgendwo ein Fallschirm aufginge. Vielleicht ist das eine allzu pessimistische Sicht auf die Dinge. Aber ein Pessimist, so hat dereinst ein großer Aachener Fußballphilosoph während so mancher Auswärtsfahrt gepredigt, ist eben ein Optimist mit Erfahrung. Und Erfahrung haben wir in den letzten Jahren zur Genüge sammeln können. zum Artikel →
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Handy, Internet, TV: Es gibt heutzutage eine Menge Möglichkeiten, das Spielgeschehen zu verfolgen, wenn man einmal nicht live im Stadion dabei sein kann. Doch schon auf den zweiten Blick trennt sich die oberflächliche Spreu vom informativen Weizen. Wie schön, dass es auch im Zeitalter der multimedialen Komplettbespaßung immer noch den guten, alten Hörfunk gibt.
Er hat Aufstiege gefeiert und Abstiege verhindert, hat in Pokalendspielen gestanden und wurde zeitweilig als Kultfigur bejubelt. Dennoch ist Dirk Lehmann dem Gros der Fußballfans in Deutschland unbekannt geblieben. Weite Teile seiner bewegten Laufbahn verbrachte der Aachener jenseits der Grenzen seines Heimatlandes. Eine Odyssee im Zeitraffer.

Vor über zwei Stunden haben wir Cafayate hinter uns gelassen, seitdem nichts anderes gesehen als Steine und Kakteen. Längst ist aus der anfänglich gemütlichen Wanderung eine beschwerliche Kraxelei geworden. Nur das Plätschern des kleinen Bächleins lässt uns erahnen, dass wir immer noch auf dem richtigen Weg sind. Tief in diesem Canyon soll mit einem majestätischen Wasserfall ein wahres Naturschauspiel auf uns warten. So hat uns zumindest Walter versprochen, der Wirt unseres Hostels. Hinter der nächsten Biegung finden wir aber erst einmal etwas völlig anderes. Eine kleine Lichtung tut sich auf, an deren Rand jemand zwei Stangen in den Sandboden gerammt hat. Eine dritte, auf den beiden anderen quer liegende, komplettiert das Werk. Hier steht ein Fußballtor. Mitten im Nichts. Alles andere hätte uns auch gewundert.
