Musik in 1.000 Zeichen: Circe – »Circe«

Circe - Circe

»The Show Of Shows« heißt eine Dokumentation, an der aktuell bei der BBC gearbeitet wird. Bis 100 Jahre reichen die Archivaufnahmen zurück, die Zirkus- und Variete-Geschichten früherer Tage erzählen sollen. Klingt spannend, verlangt aber noch ein wenig Geduld. Bis die Doku im (zunächst englischen) Fernsehen läuft, dürfte es wohl 2016 werden.

Immerhin in akustischer Hinsicht werden Interessierte nicht derart lang auf die Folter gespannt. Der Soundtrack namens »Circe« [Affiliate Link] kommt schon jetzt. Dass der im Studio von Sigur Rós entstand und auf dem Band-eigenen Label erscheint, ist kein Zufall. Mit Georg Holm und Orri Páll Dýrason entstammt die Hälfte des Soundtrack-Macher-Kollektivs Circe Islands Postrock-Leckerbissen.

Gut 70 Minuten lang werden rein instrumental tatsächlich Zirkus-Bilder vor das innere Auge gemalt: die steigende Spannung, wenn der Messerwerfer kommt, die Rasanz eines Sprunges durch den brennenden Ring, die Faszination der Frau mit Bart, der Applaus nach dem Salto Mortale – alles da. Mit Elektronik und Streichern, mit Gitarre und Bass. Mal sehen, ob die Doku da mithält.

Bei Stereogum besteht die Möglichkeit, in das Album per Stream reinzuhören.

Der im Text mit [Affiliate Link] markierte Verweis wurde von mir im Rahmen meiner Teilnahme am Partnerprogramm der Amazon EU S.à r.l. gesetzt. Weitere Hinweise dazu finden sich im Impressum dieser Seite.

Ähnliche Beiträge:

Musik in 1.000 Zeichen: Hop Along – »Painted Shut«
Druckvolle Gitarren, großartiges Songwriting und eine grandiose Sängerin: Mit »Painted Shut« liefern Hop Along 40 nahezu perfekte Minuten.
Musik in 1.000 Zeichen: Desaparecidos – »Payola«
Zornige Gitarren, zorniges Schlagzeug, zornige Lyrics, zornig gebellt: Conor Obersts Seitenprojekt ist zurück und zieht konsequent durch.
Musik in 1.000 Zeichen: Coppersky – »If We’re Losing Everything«
Auch im Herzen der Niederlande wird die Kunst des US-Unterhemdenrocks gepflegt – mit energischen Gitarren und einem Händchen für Hooklines.
Musik in 1.000 Zeichen: anorak. – »Enthusiasts and Collectors«
Fünf junge Kölner formulieren Verzweiflung und Zorn in druckvolle Gitarren, treibende Rhythmen und bis zum Überschlagen gebrüllte Lyrics um.
______________________

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hallo, mein Name ist Christoph Löhr und ich bin ein Öcher Jong, den es an den Rhein verschlagen hat – nach Bonn. Als freier Journalist und Autor arbeite ich sowohl für diverse Zeitungen und Magazine, als auch im Auftrag von Agenturen und Direktkunden. Wer nach dem Besuch meines Blogs Interesse an weiteren Informationen hat, findet mich auch bei Facebook, Twitter, Xing oder wahlweise bei Google+. (Weitere Netzwerke, in denen ich mal mehr, mal weniger aktiv bin, finden sich im Fußbereich dieser Seite.)

Getaggt als: , , ,